Pfarre St. Ruprecht/Völkermarkt
   
3. November 2011 - Der Gang über den Friedhof

Nicht nur zu Allerheiligen / Allerseelen an unsere Verstorbenen denken ... immer!
"Nur wer vergessen wird, ist tot"!

Gebet

Gott, vieles aus der gemeinsamen Zeit
möchte ich festhalten:
gute Erinnerungen
gemeinsame Stunden
gemeinsame Wege
gemeinsame Feste
gemeinsame Urlaube
gemeinsame Lebensjahre
und noch vieles, vieles mehr.

Jetzt habe gespürt:
Festhalten kann auch weh tun.

Ich habe gewagt freizulassen.
Für einen Augenblick habe ich meine Hände geöffnet.
Ich sehe, ich staune,
was in meiner Hand aufgegangen ist - aufgeblüht ist.

Ich will dieses Bild mitnehmen in meinen Alltag
und erinnere mich in Stunden des Festhaltens daran,
dass Neues nur wachsen kann, wenn ich mich öffne.
Dabei darf ich mir Zeit lassen,
ich muss mich nicht überfordern.

Ich wage kleine Schritte, zaghafte Schritte,
zögernde Schritte,
auch mutige Schritte in mein Leben,
getragen von den Erinnerungen
an gute, gemeinsame Zeiten.
Lass mich leben aus der Hoffnung:
Es gibt ein Wiedersehen,
denn du bist ein Gott der Lebenden, nicht der Toten.
Amen.

Christi Potocnik | >> zur Fotogalerie