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Josefa Damej | * 2.9.1911 | + 4.12.2002
Die Liebe bleibt. Der Tod kann keine Menschen trennen, welche die Liebe zusammenhält. Herr, lass unsere Mutter ruhen in Deinem Frieden! |
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Am 2.9.2002 feiern wir den 91. Geburtstag unserer Mama. Foto rechts: Meine Schwester Paula |
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Mutter! Du hast uns die Worte, die wir sprechen, einst gelehrt, du hast uns die Lebenspforte ganz behutsam aufgesperrt! Mutter! Deine lieben Hände haben uns vorangeführt, heilten Schmerzen, kühlten Brände, wenn sie zärtlich uns berührt! Mutter! Deine guten Blicke konnten alles uns verzeihn, sahen stets – im Leid und Glücke – tief uns in das Herz hinein! Mutter! Deine treue Seele war mit unsrer fest vereint, dass sie, wenn wir selber fehlen, mit uns lacht und mit uns weint! Mutter! Seit du uns verlassen, ist es um uns öd und leer, Glück und Frohsinn will verblassen, und unser Herz lacht nimmermehr! Mutter! Wir danken dir für deinen Segen, den du uns gabst, immerzu und immerfort. Du bleibst bei uns in unsren Herzen, wir danken dir für deine Liebe, für jedes gute Wort. |
Der irdische Lebensweg unserer Mama begann am 2.9.1911 in der Pfarre St.Veit/Jauntal. Schon gleich nach ihrer Geburt verstarb ihre Mutter, sodass sie von ihren Taufpaten in der Pfarre St.Kanzian großgezogen wurde und aufgewachsen ist. Unsere Mama heiratete dann einen Witwer, unseren Vater. Hart waren die Jahre des Zweiten Weltkrieges. Alleine musste sie über die Runden kommen, Vater war in russischer Kriegsgefangenschaft. Großes Bangen herrschte nach dem Krieg - wird der Vater und Ehemann heimkommen? Ein erster Brief aus der Gefangenschaft gab große Hoffnung, die sich dann 1947 mit der Heimkehr unseres Vaters wirklich erfüllte. Mitten im Krieg, im entscheidenden Kriegsjahr 1943 kam ich auf die Welt, 1949 meine Schwester Paula. Nach dem Krieg wurde mit dem Aufbau eines neuen Wohnheimes begonnen. Das Leben war hart und karg. Mit eiserner Sparsamkeit und großem Fleiß konnte unsere Mama gemeinsam mit unserem Vater auch diese harte Zeit meistern. Mein Eintritt ins Marianum Tanzenberg machte sie sehr glücklich. Meine Matura (26.5.1962) und meine Primiz (2.7.1967) machten sie besonders stolz, das waren große Lichtblicke in ihrem einfachen und bescheidenen Leben. Meine Schwester Paula erlernte den Beruf einer Krankenschwester und heiratete in die Steiermark, wo sie drei Kindern das Leben schenkte: Maria, Elisabeth und Stefan. Der Tod unseres Vaters im Jahre 1979 war ein schwerer Schicksalsschlag für unsere Mama. Das inständige Gebet und der tiefe Glaube halfen ihr aber auch über diese Hürde des Lebens hinweg. Freude hatte sie mit ihren Enkelkindern und mit ihrer Arbeit, die sie immer gerne und gewissenhaft erledigte. Obwohl sie seit dem Tod unseres Vaters alleine in unserem Elternhaus in Sitters- dorf lebte, klagte und jammerte sie nie, sondern lebte i h r Leben. Ein Leben, geprägt von tiefer Frömmigkeit, stetem Gebet und dem Besuch der hl. Messe, egal welches Wetter vorherrschte. Bis 2000 konnte sie sich großteils noch selbst versorgen. Dann jedoch machten sich ihre Leiden bemerkbar und sie ging tapfer und im Vertrauen auf Gott i h r e n Kreuzweg, der am 4.12.2002, dem Festtag der hl. Barbara, sein Ziel in der himmlischen Herrlichkeit gefunden hat. Unsere Mama war eine einfache, liebevolle Frau. Eine treu sorgende und sich für die Familie aufopfernde Mutter. Sie war uns Vorbild im ganz gewöhnlichen Alltagsleben, durch ihre Liebe, durch ihr Gebet, durch ihren Glauben. Liebe Mama! Unser herzlichster Dank ist dir gewiss! In unseren Herzen wirst du weiter leben! Wir gönnen dir die ewige Ruhe in der himmlischen Herrlichkeit! Liebe Mama! Ruhe im wohlverdienten Frieden! Dein Pepe und deine Paula |